Lina Brzeziński (auch Brzezniski) wurde am 14. Februar 1891 als Lina Jacob in Wongrowitz (heute Wągrowiec, Polen) in der damaligen preußischen Provinz Posen geboren. Weitere Recherchen über ihr Leben und ihre Familie blieben ergebnislos, so dass wir lediglich über die letzte Phase ihrer Verfolgung und schließlich ihre Ermordung Zeugnis ablegen können.
Sie wurde am 2. März 1942 von den Nazis aufgrund des „Gesetzes über Mietverhältnisse mit Juden“ vom 30.4.1939 aus ihrer Wohnung in der Hektorstraße 2 zwangsweise ausgesiedelt. Sie musste in eine Zwangswohnung, ein sogenanntes „Judenhaus“, in der Lietzenburger Str. 8 ziehen. Aus diesem Haus wurden mindestens 14 Menschen deportiert, von denen sechs als Untermieter verzeichnet sind.
Lina Brzeziński wurde in die von den Nationalsozialisten als Sammellager missbrauchte Synagoge in der Levetzowstraße 7/8 verschleppt und mit dem sogenannten „18. Osttransport“ am 15. August 1942 vom Güterbahnhof Moabit aus mit weiteren etwa 1000 jüdischen Berlinerinnen und Berlinern nach Riga deportiert.
Dieser Transport kam am 18. August 1942 auf dem Vorortbahnhof Riga-Skirotava an. Die deportierten Menschen wurden – soweit sie nicht bereits auf dem Transport umgekommen waren – in die umliegenden Wälder von Biķernieki und Rumbula getrieben und dort ermordet. Lina Brzeziński war unter den Ermordeten. Nur eine namentlich nicht bekannte Krankenschwester überlebte das Massaker.
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