Gertrud Bernhard wurde am 23.2.1897 in Berlin geboren. Sie heiratete 1926 Friedrich Fritz Nothmann. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, Karl Andreas (*11. November 1926) und Georg Albrecht Leonhart (*30. Januar 1932). Die Familie wohnte in Wannsee in der Moltkestraße 10 (später Hugo-Vogel-Straße 16) im Haus der Eltern von Gertrud Nothmann.
1929 wurde Friedrich Nothmann Kammergerichtsrat und Richter des 2. Senats im Berliner Kammergericht in Schöneberg (auch hier liegt für ihn ein Stolperstein).
Im März 1933 wurde er in einer Straße in der Nähe des Kleist-Parks von Nazis angepöbelt und geschlagen. Am 13. Juli 1933 wurde er, wie so viele jüdische Kollegen, durch die Nationalsozialisten entlassen.
1939 emigrierte Friedrich Nothmann nach Holland. Gertrud Nothmann, ihre beiden Söhne und ihre Mutter folgten ihm 1939. Gertruds Mutter starb 1941 im Exil.
Nach dem Einmarsch der Wehrmacht wurde die Familie Anfang Mai 1943 verhaftet und über das KZ Vught ins Sammellager Westerbork gebracht.
Am 4. September 1943 wurde die Familie nach Theresienstadt deportiert und am 16. Oktober 1944 in das
KZ Auschwitz
verschleppt, wo alle ermordet wurden.
Nur eine Tochter Friedrich Nothmanns aus erster Ehe, Hildegard, konnte sich nach England retten und den
Holocaust
überleben.
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