- Verlegeort
- Otto-Braun-Straße 90
- Historischer Name
- An der Bartholomäuskirche 2
- Bezirk/Ortsteil
- Friedrichshain
- Verlegedatum
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09. März 2025
- Geboren
- 19. September 1910 in Schlawe (Pommern) / Sławno
- Deportation
- am 19. Februar 1943 nach Auschwitz
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Ermordet
Lotte Rosenberg kam am 19. September 1910 in Schlawe in der preußischen Provinz Pommern als Tochter des jüdischen Kaufmanns Adolf Rosenberg und dessen Ehefrau Gertrud, geb. Aron, zur Welt. Über Lottes Kindheit und Jugend in der 140 km westlich von Danzig gelegenen Kleinstadt Schlawe (polnisch Sławno) haben sich keine Informationen erhalten. Die Familie übersiedelte 1930 nach Berlin und lebte fortan in der Grellstraße 50 im Prenzlauer Berg.
Lotte Rosenberg, die den Beruf der Kontoristin erlernt hatte, heiratete am 26. Januar 1939 in Berlin den jüdischen Kaufmann Max Nordon, geb. am 4. August 1903 in Lewin (Schlesien). Max Nordon war zu diesem Zeitpunkt noch in seinem langjährigen Wohnort Annaberg im Erzgebirge gemeldet – er war vermutlich dabei, seinen Haushalt und seine Posamenten-Firma aufzulösen. Das war auch bei der Volkszählung im Mai 1939 noch der Fall – Lotte wohnte zu diesem Zeitpunkt bei Max Nordons Tante Rosa, geb. Wohl, und deren Ehemann Max Loewy im Haus An der Bartholomäuskirche 2 im Friedrichshain. Die kleine Straße An der Bartholomäuskirche gibt es nicht mehr. Sie verlief südlich der heute noch existierenden St.-Bartholomäus-Kirche und verband die Neue Königstraße (heute Otto-Braun-Straße) mit der Georgenkirchstraße.
Lottes Eltern hatten im Mai 1939 schon keine eigene Wohnung mehr: Sie lebten in der Kanzowstraße 5 zur Untermiete. Im Juni 1939 übersiedelte Max Nordon endgültig von Annaberg nach Berlin.
Max Loewy starb am 18. Juli 1940 in der Wohnung An der Bartholomäuskirche 2. Seiner Witwe wurde der Mietvertrag gekündigt, sie zog Ende Mai 1941 zu einer Schwester, die im Prenzlauer Berg lebte. Wo Lotte und Max Nordon zunächst unterkamen, ist nicht bekannt. Rosa Loewy wurde am 29. Oktober 1941 mit dem 3. Osttransport von Berlin in das Ghetto Lodz und am 4. Mai 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof deportiert und ermordet.
Lottes Eltern Adolf und Gertrud Rosenberg wurden am 14. November 1941 mit dem 5. Osttransport in das Ghetto Minsk verschleppt, wo sich ihre Spur verliert.
Seit Dezember 1941 bewohnten Lotte und Max Nordon ein Zimmer zur Untermiete in der Courbièrestraße 1 in Schöneberg. Beide mussten Zwangsarbeit leisten: Lotte Nordon beim Berliner Fernsprech- und Telegraphen-Werk Ferdinand Schuchhardt in der Köpenicker Straße 55, ihr Ehemann als Dreher bei der Waffenfabrik Gustav Genschow & Co. in Treptow.
Lotte und Max Nordon wurden vom Sammellager in der Großen Hamburger Straße 26 am 19. Februar 1943 mit dem 29. Osttransport nach Auschwitz deportiert und ermordet.
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