- Verlegeort
- Weichselstraße 27
- Bezirk/Ortsteil
- Friedrichshain
- Verlegedatum
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24. September 2025
- Geboren
- 16. Dezember 1884 in Groß-Poplow (Pommern) / Popielewo
- Deportation
- am 26. Februar 1943 nach Auschwitz
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Ermordet
Ella Eisenstaedt kam am 16. Dezember 1884 in Groß-Poplow in der preußischen Provinz Pommern als Tochter des jüdischen Kaufmanns Joseph Eisenstaedt und dessen Ehefrau Pauline, geb. Orbach, zur Welt. Das Dorf Groß-Poplow (polnisch Popielewo) liegt etwa 130 km östlich von Stettin. Ella hatte mindestens noch sechs Geschwister: Siegmund (*1877), Willy (*1879), Max (*1882), Arthur (*1887), Emil (*1889) und Martin (*1891). Über ihre Kindheit und Jugend haben sich ansonsten keine Informationen erhalten.
Zu einem unbekannten Zeitpunkt zog die Familie Eisenstaedt in die 6 km von Groß-Poplow entfernte Kleinstadt Polzin (polnisch Połczyn-Zdrój). Dort heiratete Ella am 10. Mai 1910 den jüdischen Kaufmann Kurt Lewin, geb. am 4. April 1885 in Labes (Pommern). Das Ehepaar übersiedelte nach Berlin und wohnte seit etwa 1916 in der ersten Etage des Hauses Weichselstraße 27. Über das Leben von Ella und Kurt Lewin in den letzten Jahren des Kaiserreichs und im Berlin der Weimarer Republik haben sich keine Zeugnisse erhalten.
Mit der schrittweisen Entrechtung und Verfolgung von Juden seit 1933 begannen auch Zwangsmaßnahmen gegen das Ehepaar Lewin. Darunter fielen zahlreiche Maßnahmen der Diskriminierung und sozialen Ausgrenzung, des Entzugs staatsbürgerlicher Rechte sowie der Verdrängung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben.
Aus ihrer langjährigen Wohnung in der Weichselstraße 27 mussten sie ausziehen, seit 1941 lebten sie in der Langen Straße 2 – in einem Haus mit jüdischer Eigentümerin. Kurt Lewin musste Zwangsarbeit in einem Bautrupp bei der Deutschen Reichsbahn leisten.
Ella und Kurt Lewin wurden aus dem Sammellager in der Großen Hamburger Straße 26 am 26. Februar 1943 mit dem 30. Osttransport nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Ellas Bruder Max Eisenstaedt war mit seiner Frau Gertrud, geb. Kraft, den Töchtern Ruth und Margot aus Berlin bereits am 1. November 1941 mit dem 4. Osttransport in das Ghetto Lodz und von dort am 9. Mai 1942 in das Vernichtungslager Kulmhof verschleppt und ermordet worden.
Ihr Bruder Arthur Eisenstaedt war seit Ende 1940 in Sachsenhausen inhaftiert und wurde dort am 13. Februar 1942 ermordet.
Ihr Bruder Willy war 1935 in Stettin verstorben, Siegmund Eisenstaedt starb im Januar 1943 im Jüdischen Krankenhaus Berlin an Darmkrebs.
Emil Eisenstaedt war 1938 nach Palästina, Martin in die USA ausgewandert.
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