Eva Hannelore Julie Rosenthal wurde am 16. Mai 1923 in Berlin geboren. Sie war die Tochter von Kurt Rosenthal und Blanka Rosenthal, geb. Mathias. Ihr Beiname Julie ist auf eine ihrer Urgroßmütter zurückzuführen. 1935 bezog die Familie eine kleine Wohnung im Klubhaus des Ruderklubs „Jüdische Wassersportgesellschaft 1898“ in der Waldowstraße 2 in Friedrichshagen (heute Josef-Nawrocki-Straße 12), bei dem Evas Vater eine Anstellung als Klubwart gefunden hatte. 1936 wurde ihre Schwester Ursel geboren. 1940 musste die Familie ihre Wohnung zwangsweise räumen und wurde in das „Judenhaus“ in der Mühlenstraße 77 in Berlin-Pankow eingewiesen. 1941 erlag ihr Vater den Folgen von schweren Misshandlungen, die ihm die Gestapo zugefügt hatte. Eva arbeitete im Jüdischen Altersheim im Weinbergsweg 13 in Berlin-Mitte. Am 6. März 1943 wurde sie im Zuge der sogenannten Fabrikaktion mit dem „35. Osttransport“ in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurde.
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