Helga Hermerschmidt wurde am 7. September 1932 als Tochter des Kaufmanns Otto Hermerschmidt und dessen Ehefrau Klara, geb. Fleischhacker, in Berlin geboren. Sie wuchs mit dem um 12 Jahre älteren Bruder Hans auf. Die Ehe der Eltern wurde im Februar 1934 geschieden. Vermutlich im selben Jahr beendete Helgas Bruder Hans die Schule und begann eine Lehre als Ofensetzer.
Klara zog mit ihren Kindern zu ihren Eltern in die Zehdenicker Straße 5. Diese Anschrift ist als Wohnort der Familie zur Einschulung von Helga zu Ostern 1939 in der Schulkartei vermerkt. Helga wurde in die Jüdische Mädchenschule in der Auguststraße in Berlin-Mitte eingeschult. Eine staatliche Schule durfte sie als jüdisches Kind entsprechend der NS-Gesetzgebung nicht mehr besuchen. Im Juni 1942 wurden dann alle jüdischen Schulen geschlossen. Helga hatte gerade die 3. Klasse abgeschlossen. Klara und Hans waren sehr wahrscheinlich seit Beginn des Krieges zur Zwangsarbeit verpflichtet.
Am 12. März 1943 wurde Helga Hermerschmidt mit ihrer Mutter Klara mit dem „36. Osttransport“ nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Ihre genauen Todesdaten wurden nicht dokumentiert.
Der Bruder Hans überlebte Zwangsarbeit und Inhaftierung im KZ Buchenwald. Eine Zeit lang lebte er in Weimar. In den 1950er Jahren verließ er die DDR vermutlich, um in die BRD auszuwandern. Sein weiterer Lebensweg ist unbekannt.
All texts and images on this website are protected by copyright and may not be used without the permission of the copyright holder.