Hans Smedresman wurde am 8. Dezember 1925 als ältestes Kind des jüdischen Ehepaares Bernhard und Cäcilia Smedresman geboren.
Im Frühjahr 1935 wurden er und seine zwei Brüder, Benny und Alfred, ihrer Schule verwiesen und wechselten auf eine jüdische Schule im Bezirk Charlottenburg. Kurze Zeit später zwang der Blockwart des Hauses Schillerpromenade 23 die Familie dazu, ihre großzügige Vierzimmerwohnung innerhalb von zwei Tagen zu verlassen. Nachdem die Möbel gezwungenermaßen zu einem Spottpreis verschleudert werden mussten, zog die sechsköpfige Familie in eine wesentlich kleinere Wohnung in der Uhlandstraße.
Während der Vater der Kinder kurz darauf aufgrund seiner "politischen Gesinnung" inhaftiert worden war, zogen die restlichen Familienmitglieder ein weiteres Mal um, in eine noch kleinere Wohnung in der Kantstraße 144.
Im Herbst 1935 wurde Bernhard überraschend entlassen, jedoch mit der Bedingung, das Land innerhalb von 12 Stunden zu verlassen. Die Familie packte nur wenige Habseligkeiten zusammen und reiste in großer Eile nach Triest. Von dort ging es nach dreiwöchiger Wartezeit mit dem Schiff nach Palästina.
Die Familie ließ sich in Jerusalem nieder. Sie hatten mit Armut zu kämpfen und da die Gesundheit ihres Vaters weiter abnahm, verließen alle Kinder die Schule früh, um Arbeit zu finden und den Familienunterhalt zu unterstützen.
Während des Zweiten Weltkrieges trat Hans der britischen Air Force bei. Er überlebte den Krieg. Nach seiner Entlassung aus der Armee, diente er als Freiwilliger in der „Notrim“, einer jüdischen Polizeitruppe. Im September 1947 wurde er von drei Männern in Britischer Uniform angeschossen. Er erlag den Verletzungen nur kurze Zeit später.
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