Jenny Knopp, geb. Fleischhacker wurde am 27. Mai 1903 als Tochter des Kaufmanns Isidor Fleischhacker und dessen Ehefrau Henriette Brandt, verh. Fleischhacker in Berlin geboren. Sie wuchs mit ihrer Zwillingsschwester Klara und der eineinhalb Jahre jüngeren Schwester Charlotte in der Fehrbelliner Straße 40/41 auf.
Im September 1931 heiratete sie den 1902 ebenfalls in Berlin geborenen Hermann Knopp. Die Eheurkunde gibt Auskunft über ihre Berufe: Er ist Tischler, sie Kontoristin. Das Ehepaar wohnte in der Marienburger Straße 9 bei Hermanns Mutter Amalie. Wahrscheinlich hatten sie keine Kinder, denn in den Unterlagen der Volkszählung vom Mai 1939 wurden nur Hermann und Jenny sowie Schwiegermutter Amalie unter dieser Anschrift erfasst. Entsprechend der NS-Ideologie wurden alle drei Knopps als „jüdisch stämmig“ klassifiziert und waren damit von allen staatlich verordneten Repressalien betroffen – Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung, Deportation und schließlich Ermordung.
Hermann und Jenny mussten mit hoher Wahrscheinlichkeit Zwangsarbeit leisten. Wo, bleibt unbekannt. Schwiegermutter Amalie Knopp wurde am 3. September 1942 mit dem 56. Alterstransport ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Von dort aus wurde sie mit weiteren Ghetto-Bewohnern am 16. Mai 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet.
Jenny Knopp wurde im Zuge der sogenannten „Fabrikaktion“ am 1. März 1943 mit dem 31. Osttransport nach Auschwitz deportiert. Zwei Tage später wurde auch ihr Ehemann Hermann mit dem 33. Osttransport dorthin verschleppt. Ihre genauen Todesdaten sind nicht dokumentiert.
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