Franz Dumke wurde am 8. Februar 1887 in Berlin geboren und evangelisch getauft. Sein Vater war der Arbeiter Franz Julius Hermann Dumke, seine Mutter Auguste Anna Maria Dumke. Franz wohnte mit Eltern und Geschwistern in der Lychener Straße im Prenzlauer Berg. Er wurde Tischler.
Am 27. März 1909 heiratete er standesamtlich die sechs Jahre ältere Wanda Kubatzki. Von 1915 bis 1917 wurde Franz als Reserverekrut zum Kriegsdienst verpflichtet.
Die Adresse des Ehepaares Dumke war seit 1917 die Wichertstraße 56.
Nach den Rassegesetzen der Nationalsozialisten, die ab 1933 die Macht in Deutschland übernommen hatten, war Wanda Jüdin. Während der NS-Zeit ließ sich Franz nicht von seiner jüdischen Frau scheiden. So konnte Wanda in einer sogenannten „privilegierten Mischehe“ bleiben.
Zu ihren „Privilegien“ zählte, dass sie u.a. vom Einzug ihres Vermögens (dies wurde auf den „reichsdeutschen“ Ehegatten übertragen) oder dem seit September 1941 vorgeschriebenen Tragen des „Judensterns“ ausgenommen war. All dies schützte die Familie Dumke sicher nicht vor schikanösen Anfeindungen und Repressionen aus den Reihen der „Volksgemeinschaft“. Doch Franz` Loyalität gegenüber seiner Ehefrau, sicherte Wandas Überleben während der Shoah.
Bis zu seinem Tod am 28. April 1969 wohnte Franz Dumke gemeinsam mit seiner Frau in der Wichertstraße 56.
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