- Location
- Rothariweg 16 B
- Historical name
- Albrechtstraße 83
- District
- Tempelhof
- Stone was laid
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18 July 2025
- Born
- 01 January 1910 in Berlin
- Occupation
- Architekt
- Escape
- 1939 Frankreich, Kolumbien
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Survived
Heinz Blau wird am 01.01.1910 als zweiter Sohn von Gustav Blau und seiner Frau Margarete geb. Fuchs in Schöneberg geboren. Sein Vater ist Galanteriewarenfabrikant, die Familie wohnt zunächst in Charlottenburg, Berliner Straße 103. Ab 1928 ist Gustavs Leder- und Galanteriewarengeschäft in der Luckauer Straße 7 gemeldet. 1932 zieht die Familie in die Albrechtstraße 83 um.
Nach dem Schulabschluss am Realgymnasium schreibt sich Heinz Blau zum Wintersemester 1929/30 für ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule zu Berlin ein. Er studiert zwei Semester, der Rest der Immatrikulationskartei ist im 2. Weltkrieg zerstört worden.
Ob er sein Studium noch in Berlin abschließt oder später in Paris, wo er nach eigenen Angaben als Architekt arbeitet, lässt sich nicht mehr rekonstruieren. Mit der schrittweisen Entrechtung und Verfolgung von Juden seit 1933 beginnen auch Zwangsmaßnahmen gegen die Familie Blau. Darunter fallen zahlreiche Maßnahmen der Diskriminierung und sozialen Ausgrenzung, des Entzugs staatsbürgerlicher Rechte sowie der Verdrängung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben.
1935 stirbt Heinz‘ Vater Gustav Blau an einem Herzschlag. Günther bleibt mit der Mutter unter zunehmend schwierigen Verhältnissen zunächst in Berlin wohnen, sie ziehen in die Uhlandstraße 61 um, wo jetzt auch die verwitwete Margarete Blau als kaufmännische Angestellte gemeldet ist.
Spätestens 1939 wandert Heinz Blau mit seiner Mutter nach Frankreich aus, zumindest gibt es seit diesem Jahr keinen Adressbucheintrag der beiden in Berlin. In einem von Heinz verfassten Brief beschreibt er, dass er seit 1939 mit seiner Mutter zusammenlebt, die beiden werden bis zu Margaretes spätem Tod zusammenbleiben, zunächst in Paris, nach der Emigration zwanzig Jahre in Kolumbien und schließlich in New York City, wo sie in Washington Heights wohnen. Spätestens seit der Emigration in die USA trägt Heinz den Namen „Henry“.
In den 1960er Jahren baut Heinz „ein schönes, modernes Haus in den Bergen, ca. 100 Meilen von N.Y.C. entfernt“. Er ist mittlerweile mit seiner Frau Brigitte, geborene Wallach am 05.08.1922 in Berlin, verheiratet. Das Paar bleibt kinderlos. In Bearsville, NY, verbringen sie fortan jedes Jahr die Sommermonate und versammeln Familie und Freunde um sich. Das Ehepaar bereist Europa und Amerika, auch nach Berlin kehren sie 1981 noch einmal zurück. Der Kontakt zu Heinz‘ Bruder Günther und ebenfalls geflüchteten Cousins in Amerika und England bleibt eng.
Heinz Mutter Margarete Blau stirbt 1979 wenige Tage vor ihrem 93. Geburtstag nach kurzer Krankheit in New York. „Ihr Dahingehen hat mich schwer getroffen und mein ganzes Leben verändert.“, schreibt Heinz ein Jahr später. Er selbst stirbt 2010 im stolzen Alter von 100 Jahren. Er ist neben seiner Frau auf dem jüdischen Cementerio Puerta del Cielo in Santiago de Chile begraben, wo Brigittes Söhne aus erster Ehe noch heute leben.
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