- Location
- Graudenzer Straße 2
- District
- Friedrichshain
- Stone was laid
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14 April 2026
- Born
- 08 February 1882 in Stettin (Pommern) / Szczecin
- Deportation
- on 01 November 1941 to Łódź / Litzmannstadt
- Later deported
- on 04 May 1942 to Chełmno / Kulmhof
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Murdered
- 04 May 1942 in Chełmno / Kulmhof
Meta Tann kam am 8. Februar 1882 in Stettin, der Hauptstadt der preußischen Provinz Pommern, als Tochter des jüdischen Glasermeisters Moritz Max Tann und dessen Ehefrau Ida, geb. Gerling, zur Welt. Sie hatte mindestens noch vier Geschwister: Alfred (1880–1884), Bertha (*1883), Bianka (*1885) und Richard (1886–1888). Über Metas Kindheit und Jugend haben sich keine Informationen erhalten.
Die Familie übersiedelte um 1900 nach Berlin, wo Moritz Max Tann ebenfalls als Glaser tätig war. Metas Vater verstarb im Mai 1903 im Alter von 48 Jahren. Etwa 1908 zog sie mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Bertha – die jüngste Schwester Bianka hatte 1907 geheiratet – in die Graudenzer Straße 2 (das ursprüngliche Gebäude existiert nicht mehr).
Bertha Tann war seit ca. 1916 Inhaberin eines Geschäfts für Damenhüte in der Großen Frankfurter Straße 142 (heute SO-Ecke Karl-Marx-Allee / Straße der Pariser Kommune). Sie verstarb am 29. Januar 1918 im Alter von nur 33 Jahren. Nach ihrem Tod führte Meta das Geschäft weiter. Nachdem auch ihre Mutter im Februar 1924 verstorben war, lebte Meta allein in der Wohnung in der Graudenzer Straße 2. Über Metas Leben im Berlin der Weimarer Republik haben sich ansonsten keine Zeugnisse erhalten.
Mit der schrittweisen Entrechtung und Verfolgung von Juden seit 1933 begannen auch Zwangsmaßnahmen gegen Meta Tann. Darunter fielen zahlreiche Maßnahmen der Diskriminierung und sozialen Ausgrenzung, des Entzugs staatsbürgerlicher Rechte sowie der Verdrängung aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben.
Auch sie muss unter dem Boykott jüdischer Geschäftsleute gelitten haben: Ihr Laden für Damenhüte in der Großen Frankfurter Straße 142 ist 1933 zum letzten Mal im Adressbuch verzeichnet. Zu einem unbekannten Zeitpunkt nahm sie Siegfried Reissmann, geb. 1878 in Schrimm (Posen), als Untermieter in ihrer Wohnung auf – auch er war jüdischer Abstammung. Bei der Volkszählung im Mai 1939 war er in der Graudenzer Straße 2 gemeldet.
Meta Tann wurde zusammen mit ihrem Untermieter am 1. November 1941 vom Bahnhof Grunewald mit dem 4. Osttransport in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Dort fanden sie Unterkunft in der Hohensteiner Straße 59/13.
Am 4. Mai 1942 wurde Meta in das Vernichtungslager Kulmhof verschleppt und ermordet. Siegfried Reissmann erlitt fünf Tage später das gleiche Schicksal.
Metas Schwester Bianka Schrimmer wurde am 3. März 1943 mit dem 33. Osttransport von Berlin nach Auschwitz deportiert und ermordet. Biankas Ehemann Jakob Schrimmer war am 26. Oktober 1942 in Sachsenhausen ermordet worden.
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