Lina Cohn wurde am 9. April 1894 in Lyck (Elk) in Masuren im heutigen Polen geboren.
Sie hatte zwei ältere Schwestern. Johanna Anna Cohn kam am 16. August 1885 und Frida Cohn am 25. Dezember 1886 auf die Welt. Alle drei Schwestern blieben unverheiratet.
Über ihre Herkunft, ihre Berufstätigkeit und ihre Lebensumstände ist nichts bekannt. Sie lebten jedenfalls zusammen in einem Haushalt in der Droysenstraße 18, wo sie von den jüdischen Eigentümern eine Wohnung vermietet bekommen hatten, was sonst sicherlich schwierig gewesen wäre. In diesem Haus lebten, soweit bekannt ist, nur jüdische Menschen und Familien. Untermieterin war Walli Marcuse, geboren am 10. Mai 1900 in Berlin.
Am 12. Januar 1943 wurden die drei Schwestern Cohn festgenommen und mit ihnen alle anderen Juden aus ihrem Haus. Den Deportationslisten ist zu entnehmen, dass 36 Bewohner und Bewohnerinnen der Droysenstraße 18, wahrscheinlich vom Güterbahnhof Moabit an der Putlitzstraße, nach Auschwitz deportiert wurden. Im bitterkalten Januar 1943 wurden sie mit insgesamt 1190 Personen nach Auschwitz deportiert.
Lina, Johanna Anna und Frida Cohn haben das Vernichtungslager nicht überlebt. Ihre Todesdaten sind unbekannt.
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