Ingeborg Levinsohn wurde am 28. Dezember 1906 in Charbin in der Mandschurei (China) geboren.
Ihre Mutter war Else Levinsohn geb. Sachs, die 1902 in Berlin Roman-Ruben Levinsohn heiratete. Er wurde 1873 in St. Petersburg geboren und studierte am Polytechnischen Institut Riga, wo er 1899 sein Ingenieurdiplom erwarb. Anschließend studierte er an der Königlichen Technischen Universität Berlin, bevor er bei der Chinesischen Ostbahn in Charbin arbeitete. Er starb 1908, und Else zog mit den beiden Kindern zurück nach Berlin. Sie wohnte als Untermieterin bei Eugen Krohn in der Badensche Straße 21. Soweit dem Melderegister von 1939, das nach der Volkszählung angelegt wurde, zu entnehmen ist, war Ingeborg Levinsohn unverheiratet. Gemeinsam mit ihrer Mutter Else wurde sie sich in der einstigen Synagoge Levetzowstraße registriert. Auf langen Wegen und unter den Augen der Berliner Bevölkerung mussten durch die Stadt marschieren. Am Gleis 17 des Bahnhofs Grunewald wurden sie dann am 13. Januar 1942 gezwungen einen Zug zu besteigen, der aus Personenwagen 3. Klasse bestand und nach Riga fuhr. Nach der Ankunft am 16. Januar 1942 wurden sie ebenso wie fast alle der 1034 Insassen erschossen.
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