Ernst Samuel wurde am 6. November 1905 in Ueckermünde geboren. Er heiratete 1929 Cilly Samuel (die Namensgleichheit war Zufall und es bestand vor der Ehe kein verwandtschaftliches Verhältnis) im preußischen Arnswalde (heute Choszczno in Polen) und arbeitete dort im Geschäft der Familie. Am 27. Juli 1931 kam die Tochter Marion zur Welt.
Vor dem Hass der Nachbarn flohen Ernst und Cilly 1935 mit ihrer Tochter in die Anonymität der Großstadt Berlin. Ernst und Cilly eröffneten hier ein Zigarrengeschäft in der Rhinower Straße 11. Ab 1937 firmierte Ernst Samuel im Berliner Adressbuch nur noch als kaufmännischer Angestellter, hatte also wohl seine Selbstständigkeit aufgeben müssen.
Ernst Samuel musste seit 1941 Zwangsarbeit bei Daimler-Benz leisten.
Am 27. Februar 1943 wurde er im Rahmen der „Fabrikaktion“ an der Arbeitsstelle verhaftet. Am 1. März sah Ernst seine Tochter wieder. Die elfjährige Marion war ebenfalls am 27. Februar von der Gestapo aus der elterlichen Wohnung verschleppt und in die Sammelstelle Große Hamburger Straße gebracht worden. Vater und Tochter wurden vom Güterbahnhof Moabit aus nach Auschwitz deportiert. Während die Tochter gleich nach der Ankunft am 4. März ermordet wurde, musste Ernst im Lager Zwangsarbeit leisten. Er starb 61 Tage später am 4.5.1943.
All texts and images on this website are protected by copyright and may not be used without the permission of the copyright holder.