- Location
- Wallstraße 70 - 73
- Historical name
- Wallstraße 72
- District
- Mitte
- Stone was laid
-
June 2004
- Born
- 04 March 1913 in Berlin
- Expelled
-
von 28 October 1938 to Bentschen / Zbąszyń ("Polenaktion")
- Arrested
-
von 13 September 1939 in Sachsenhausen
-
Murdered
- 24 May 1940 im KZ Sachsenhausen
Biography
Für Erwin und Lothar Wellner, die mit ihrer Großmutter Helene Kaphan in einer Wohnung zusammen lebten, war die Wallstraße 72 die letzte Wohnadresse vor ihrer
Deportation
. Ihre Großmutter Helene Kaphan war als Helene Zlotnitzki in Wehlau in Posen geboren worden. Am 20.09.1891 brachte sie Rosa Ruth, die Mutter von Erwin und Lothar in Miroslaw zur Welt. Diese heiratete den Zeichner Samuel Wellner (geb. 1885). Erwin und Lothar waren gebürtige Berliner.
Der Vater, Samuel Wellner, kam bereits am 28.10.1938 ins KZ Sachsenhausen. Knapp ein Jahr später, am 13.09.1939, folgte dann auch die Inhaftierung von Erwin und Lothar in demselben Konzentrationslager. Lothar wurde dort am 26.04.1940 ermordet, Erwin einen Monat später am 24.05. 1940. Ihr Vater gilt seit dieser Zeit als verschollen.
Helene Kaphan wurde mit dem sogenannten 61. Alterstransport vom 10.09.1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie war knapp 72 Jahre alt. Frau Kaphan wurde aus dem Ghetto Theresienstadt weiter nach Treblinka verschleppt. Die Mutter der Brüder Erwin und Lothar lebte ab Dezember 1942 in der Illegalität, tauchte unter und konnte so überleben. Nach Ende des Krieges ging sie nach Amerika und starb am 1952 in Chicago.
Der Vater, Samuel Wellner, kam bereits am 28.10.1938 ins KZ Sachsenhausen. Knapp ein Jahr später, am 13.09.1939, folgte dann auch die Inhaftierung von Erwin und Lothar in demselben Konzentrationslager. Lothar wurde dort am 26.04.1940 ermordet, Erwin einen Monat später am 24.05. 1940. Ihr Vater gilt seit dieser Zeit als verschollen.
Helene Kaphan wurde mit dem sogenannten 61. Alterstransport vom 10.09.1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie war knapp 72 Jahre alt. Frau Kaphan wurde aus dem Ghetto Theresienstadt weiter nach Treblinka verschleppt. Die Mutter der Brüder Erwin und Lothar lebte ab Dezember 1942 in der Illegalität, tauchte unter und konnte so überleben. Nach Ende des Krieges ging sie nach Amerika und starb am 1952 in Chicago.
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