Semmi Kugelmann wurde am 19. September1867 in Wardenburg geboren. Er hatte mit seiner Frau Rosa mindestens drei Kinder: einen Sohn und die Töchter Gertrud und Luise.
Nachdem er 1933 aufgrund seiner jüdischen Herkunft aus seiner Stellung als Viehaufkäufer entlassen wurde, war er bis 1937 Inhaber einer Viehhandlung in Oldenburg. Daraufhin zog er als Rentner nach Berlin.
Semmi wohnte seit 1937 mit Rosa und seiner Tochter Gertrud in der Weißenburger Str. 33.
Nachdem sein Sohn bereits am 20.05.1915 als Kriegsfreiwilliger gefallen war, verlor Semmi 1938 auch seine Frau Rosa.
Tochter Gertrud emigrierte 1939 nach Australien und überlebte so die Shoah.
Am 01.11.1941 wurde Semmi Kugelmann mit dem „IV. Transport“ ins Ghetto von Łódź (Litzmannstadt) deportiert. Dort starb er laut Krankenhausakte am 26.02.1942.
Seine zweite Tochter Luise wird mit dem „XI. Transport“ am 28.03.42 von Berlin nach Piaski deportiert. Über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt.
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