Recha Weiss wurde am 22. November 1881 in Leipzig geboren. Ihre Eltern waren der Pelzhändler Benjamin Weiss (Fuhrmann) und Amalie, geborene Mossner. Recha hatte eine große Zahl Geschwister.
Sie wurde Wirtschafterin und heiratete 1904 in Berlin den nichtjüdischen Radrennfahrer Otto Emil Willy Hartwig, der am 8. Oktober 1877 in Joachimsthal bei Angermünde geboren wurde. Sie wohnten in Steglitz in der Schönhauser Straße 24 in der 3. Etage. Otto Hartwig arbeitete später als Schrittmacher bei Radrennen. Er starb 64-jährig im Januar 1942.
Drei Monate später wurde Recha Hartwig am 2. April 1942 in das Warschauer Ghetto deportiert. Vermutlich starb sie dort. Ihr Todesdatum ist nicht bekannt.
Rechas jüngerer Bruder Alex wurde im KZ Sachsenhausen inhaftiert, 1940 in das KZ Dachau verschleppt und am 2. Februar 1941 dort ermordet. Seine geschiedene Frau Grete wurde am 19. Februar 1943 im KZ Auschwitz ermordet.
Rechas Bruder Max starb bereits 1907.
Ihre beiden Schwestern Helene und Rosa starben 1939 und 1940 eines natürlichen Todes, so dass sie den Terror des Nazi-Regimes noch erleben mussten. Dass Hanna, Rosas Tochter, und deren Mann Julius nach Theresienstadt deportiert wurden, wo Julius starb, mussten die zwei nicht mehr erleben. Hanna wurde 1943 in Auschwitz ermordet.
Rechas Neffe Bruno – Sohn ihrer Schwester Helene – floh nach Brasilien und konnte dem Morden der Nationalsozialisten entkommen.
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