- Verlegeort
- Sybelstr. 67
- Bezirk/Ortsteil
- Charlottenburg
- Verlegedatum
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11. April 2024
- Geboren
- 03. Mai 1909 in Berlin
- Flucht
- 1934 Südafrika
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Überlebt
Edith Sollinger wurde am 3. Mai 1909 als ältestes Kind von Gustav und Charlotte Sollinger in Berlin geboren. Mit ihren Eltern und ihrem Bruder Werner, der 1910 auf die Welt kam, lebte sie zunächst in Schöneberg, später in Charlottenburg.
1933, im Alter von 24 Jahren, reiste sie mit einem auf ein Jahr befristeten Visum nach England. 1934 konnte sie mit Unterstützung einer wohlhabenden jüdischen Familie, die verfolgten jüdischen Frauen aus Deutschland einen Neubeginn ermöglichte, nach Kapstadt auswandern. Sie lebte in einem Mietwohnungsviertel, in dem viele jüdische Geflüchtete aus Deutschland versuchten, sich ein neues Leben aufzubauen.
Dort gründete Edith zusammen mit anderen Flüchtlingen eine Organisation zur Unterstützung von Kindern mit kognitiven Beeinträchtigungen. Sie kümmerten sich u.a. um Kinder aus ärmeren Vierteln Kapstadts.
Einer der Jungen, um den sie sich kümmerte, war der Sohn des britischen Royal-Navy-Offiziers Philip Goodenday und seiner südafrikanischen Frau, von der er zu diesem Zeitpunkt bereits geschieden war. 1945, als der Krieg endete, kehrte Philip zusammen mit Edith und seinem Sohn nach England zurück.
Sie heirateten und lebten viele Jahre zusammen in London, wo Philip Goodenday als Anwalt arbeitete. Sie hatten keine gemeinsamen Kinder. Edith starb am 18. September 1997.
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