Lola Lea Lotte Kempler wurde Mitte der 1890er Jahre als Tochter der Familie Weiss in Pilzno in Galizien, Österreich, geboren. Sie entstammte einer wohlhabenden Familie, in der großer Wert auf die Ausbildung der sieben Kinder gelegt wurde. Ihr Vater wurde in Galizien ermordet, als sie noch ein Kind war.
Es ist davon auszugehen, dass sie als Jugendliche nach Deutschland emigrierte und dort ihre Ausbildung abschloss. Wahrscheinlich erhielt sie von ihrer älteren Schwester, die ebenfalls nach Deutschland ausgewandert war, Hilfe und Unterstützung. Weitere Geschwister wanderten in verschiedene Länder aus. Ihre Mutter und drei ihrer Geschwister blieben in Polen.
In den frühen 1920er Jahren heiratete sie Aron Kempler und gründete mit ihm eine Familie. Im Jahr 1922 wohnten die Kemplers in der Christinenstraße 33 in Berlin.
In der dortigen Wohnung betrieb sie zusammen mit ihrem Mann eine Schneiderei. Sie mussten sehr hart für einen geringen Lohn arbeiten.
Lola Lea Lotte folgte den Gebräuchen der jüdischen Gemeinde, ging in die Synagoge und besuchte die örtlichen Bäder. Sie legte großen Wert auf die Erziehung ihrer Kinder.
Die Söhne, Ignatz und Leo, flohen in den späten 1930er Jahren aus Deutschland, als sie erkannten, dass es für Jüdinnen und Juden dort unter den Nazis keine Zukunft gab.
Lola Lea Lotte wurde gemeinsam mit ihrem Ehemann 1942 nach Riga deportiert und bei ihrer Ankunft dort ermordet.
Die wenigen nahen Verwandten, die die Shoah überlebten, waren ihre beiden Söhne, drei ihrer Geschwister, zwei ihrer Neffen und eine Nichte.
Ihre vier Enkel und fünf Urenkel wurden nach dem Krieg geboren, ebenso wie ein Neffe, zwei Nichten und deren Nachkommen, darunter vier Großneffen und zwei Großnichten.
English Version
Lola Lea Lotte Kempler was born in the mid-1890s to the Weiss family in Pilzno, Galicia, Austria. She came from a wealthy family that placed great importance on the education of its seven children. Her father was murdered in Galicia when she was still a child.
It can be assumed that she emigrated to Germany as a teenager and completed her education there. She probably received help and support from her older sister, who had also emigrated to Germany. Other siblings emigrated to various countries. Her mother and three of her siblings remained in Poland.
In the early 1920s, she married Aron Kempler and started a family with him. In 1922, the Kemplers lived at Christinenstraße 33 in Berlin.
She and her husband ran a tailor shop in their apartment there. They had to work very hard for a small wage.
Lola Lea Lotte followed the customs of the Jewish community, went to synagogue, and visited the local baths. She attached great importance to her children's education.
Her sons, Ignatz and Leo, fled Germany in the late 1930s when they realized that there was no future for Jews there under the Nazis.
Lola Lea Lotte was deported to Riga with her husband in 1942 and murdered upon arrival.
The few close relatives who survived the Shoah were her two sons, three of her siblings, two of her nephews, and one niece.
Her four grandchildren and five great-grandchildren were born after the war, as were a nephew, two nieces, and their descendants, including four great-nephews and two great-nieces.
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