Anna Isaacsohn geb. Ranschoff

Verlegeort
Mommsenstraße 6
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Geboren
04. Dezember 1875 in Hannover
Deportation
am 17. August 1942 nach Theresienstadt
Ermordet
06. November 1942 in Theresienstadt
Biografie

Anna Fanny Reine Isaacsohn  geb. Ranschoff  kam am 4. Dezember 1875 in Hannover zur Welt. Über ihre Kindheit und Jugend ist nichts bekannt.

Mit ihrem aus Brietzig (Pommern) stammenden Mann, dem Rechtsanwalt und Notar  Abraham Isaacsohn (geb. 30. Oktober 1866) lebte sie seit mindestens 1930 in dem prächtigen Wohnhaus an der Mommsenstraße 6. Im September 1939 wurden die Isaacsohns aus dieser Wohnung zwangweise aus- und in die Gervinusstraße 24 eingewiesen. Dort lebten sie in einem möblierten Zimmer zur Untermiete bei Artur Kroner. 

Anfang August 1942  musste sich Anna Isaacsohn mit ihrem Mann in dem von den Nationalsozialisten als „Sammelstelle" missbrauchten jüdischen Altenheim in der Große Hamburger Straße einfinden. Von dort aus wurde das Ehepaar zum Güterbahnhof Moabit getrieben und am 17. August 1942 mit dem sogenannten „1. Großen Alterstransport" mit 1000 weiteren jüdischen Menschen in das Ghetto Theresienstadt deportiert.

Am 6. November 1942 kam Anna Isaacsohn dort um – elf Tage nach ihrem neun Jahre älteren Ehemann. Eine „Todesfallanzeige" war nicht zu finden.