Alfred Smedresman wurde 1929 als drittes Kind des Ehepaares Bernhard und Cäcilia Smedresman in Berlin geboren.
Im Frühjahr 1935 wurden er und seine zwei Brüder, Hans und Benny, der Schule verwiesen. Sie wechselten zu einer jüdischen Schule im Bezirk Charlottenburg. Kurze Zeit später zwang der Blockwart des Hauses mit der Adresse Schillerpromenade 23 die Familie dazu, ihre großzügige Vierzimmerwohnung innerhalb von zwei Tagen zu verlassen. Nachdem die Möbel wegen der Kürze der Zeit zu einem Spottpreis verschleudert worden waren, zogen die sechs Personen in eine wesentlich kleinere Wohnung in der Uhlandstraße.
Während der Vater Bernhard zwischenzeitlich – vermutlich aufgrund seiner politischen Gesinnung – inhaftiert worden war, zogen die restlichen Familienmitglieder in eine noch kleinere Wohnung in der Kantstraße 144. Im Herbst 1935 wurde Bernhard überraschend entlassen mit der Auflage, das Land innerhalb von zwölf Stunden zu verlassen. Die Familie packte wenige Habseligkeiten zusammen und reiste in großer Eile nach Triest. Dort gelang es ihnen nach dreiwöchiger Wartezeit, ein Schiff nach Palästina zu nehmen.
In Palästina siedelte sich die Familie in Jerusalem an. Die Familie war völlig mittellos und die Gesundheit des Vaters verschlechterte sich zunehmend, so dass die Kinder früh die Schule verließen, um zum Familieneinkommen beizutragen. Alfred, der sich nun Moshe nannte, arbeitete in einem Kino. Um die Zeit des israelischen Unabhängigkeitskrieges diente er in der Jerusalembrigade. Ein bis zwei Tage vor der Unabhängigkeitserklärung starb er bei Kämpfen um die Siedlung Gush Etzion.
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