- Verlegeort
- Varziner Str. 13 - 14
- Bezirk/Ortsteil
- Friedenau
- Verlegedatum
-
25. September 2015
- Geboren
- 18. Juli 1879 in Warschau
- Deportation
- am 28. März 1942 nach Theresienstadt
- Später deportiert
- am 06. September 1943 nach Auschwitz
-
Ermordet
- in Auschwitz
Isidor (Jacob) Mokry kam am 18. Juli 1879 in Warschau als Sohn des Sattlers David Mokry und seiner Frau Frieda geborene Elwing auf die Welt Die Familie zog nach Berlin. Vermutlich hatte Jacob Mokry einen Bruder Hermann, der am 9.6.1881 geboren wurde. Jacob heiratete 1909 in Berlin Johanna Turszynski, sie hatten vier Kinder: David Martin (geboren am 7. Juli 1912 ), Frieda (geboren am 30. Oktober 1913 ), Erna (geboren am 30. Januar 1915) und die am 29. September 1918 geborene Ruth. Jacob Mokry, der zunächst Hauptkassierer einer Krankenkasse war, wechselte seinen Vornamen von Isidor zu Jacob. Ab 1922 war er Vorstandsmitglied der Kranken- und Begräbniskasse des Vereins der deutschen Kaufleute in Berlin. 1933 wurde er seines Dienstes enthoben, ihm wurde ein Ruhegeld von 501,67 RM monatlich gezahlt. Die Familie wohnte ab 1935 in der Varzinerstraße 13/14, Vorderhaus, 1 Treppe. Der älteste Sohn David Martin emigrierte 1939 mit seiner zukünftigen Frau Charlotte nach England, Frieda reiste illegal nach Palästina, Erna heiratete Heinz Seff und ging mit ihm und ihrer Schwester Ruth nach Dänemark um eine Landwirtschaftslehre zu absolvieren. In die leer gewordene Wohnung wurden Nachbarn, die Eheleute Sachs und ihre Schwiegermutter, eingewiesen. Am 28. Oktober 1942 wurde Jacob Mokry mit seiner Frau Johanna nach Theresienstadt deportiert und am 6. September 1943 nach Auschwitz . Sie wurden nicht sofort vergast sondern kamen nach Birkenau, von wo sie noch eine Nachricht schickten. Jacob Mokry wurde am 2. Januar 1943 ermordet. Seine Enkel und mehrere Urenkel leben heute in Israel, änderten den Familiennamen in „Moked“ und nahmen zahlreich an der Stolpersteinverlegung teil.
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