Rita Orbach wurde am Neujahrstag, dem 1. Januar, des Jahres 1927 in Berlin geboren. Ihre Eltern waren Charlotte und Max Orbach. Sie hatte einen 4 Jahre älteren Bruder, Gunter Joachim (1923 – 1984). Vermutlich wurde Gunter als 16- Jähriger mit einem Kindertransport nach England geschickt. Er starb 1984 in Newcastle Upon Tyne. Auf seinem Grabstein wird neben seiner Mutter Charlotte auch seiner Schwester Rita gedacht.
Rita konnte nur 4 Jahre lang eine staatliche Schule besuchen, ab 1937 war den jüdischen Kindern dort der Schulbesuch verwehrt. Ob sie in einer der jüdischen Einrichtungen noch beschult wurde, ist nicht bekannt.
Sie wohnte mit ihren Eltern und ihrer Großtante Nachle Mandel in der Hektorstraße 16. Die Familie musste aber nach Aufhebung des Mieterschutzes für Juden 1939 umziehen und wohnte danach in der Güntzelstraße 35. Ritas Vater starb 1942 an den Folgen einer komplizierten Fraktur des Oberschenkels.
Rita und ihre Mutter wurden noch einmal zwangsweise in eine andere Wohnung eingewiesen. Von der Westfälischen Straße 59 wurden Mutter und Tochter mit dem sog. 33. Osttransport am 3. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Der Transport umfasste 1731 jüdische Berlinerinnen und Berliner. Ob Rita und Charlotte Orbach nach Ankunft im Lager noch registriert, oder sofort in einer der Gaskammern ermordet wurden, ist nicht bekannt.
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